Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs. In solchen Zeiten wird Selbstverständliches in Frage gestellt und Neues taucht auf. Entwicklungen werden beschleunigt. Und am Ende ist vieles nicht mehr so, wie es mal war. Das gilt für Staatensysteme, Organisationen, Individuen etc. Das gilt auch für die Interne Kommunikation.
Die Interne Kommunkation verzeichnet schon seit Jahren einen Zuwachs an Verantwortlichkeiten und Bedeutung. Damit ist ein spürbarer Wandel der Disziplin eingeleitet: Eine Verschiebung von Print Richtung Online, die immer wichtiger werdende Face-to-face Kommunikation, rasant steigender Kommunikationsbedarf durch immer neue Change-Themen. Konsequenz in der Internen Kommunikation, der interne Markt braucht immer weniger interne Redaktionen – und immer mehr Business Partner und Interne Berater in der Kommunikation.
Rasante Entwicklungen in den Unternehmen, eine unsichere Zukunft in einigen Branchen sowie Kostenzwänge haben neue Perspektiven auch für die Arbeit der Internen Kommunikation aufgezeigt. Sicher nicht immer alles so erfreulich, was sich da tut, aber es tut sich was in Deutschland – und im Rest der Welt sowieso.
Hier ein paar Trends, die mir besonders aufgefallen sind:
- Trend: Die Internen Kommunikatoren vernetzen sich via Twitter, Facebook etc. über Deutschland hinaus. Sie erhalten einfachen und kostenfreien Zugriff auf internationale Trends, Wissen und Erfahrungen. Das Lernen von und der Austausch mit der internationalen Community wird die Entwicklung hierzulande beschleunigen.
- Trend: Die Akzeptanz von Social Media wächst explosionsartig an: Interaktionen jenseits von Macht und Hierarchie stellen bereits heute etablierte Kommunikationsformen in Frage. Wo stehen wir hier in 2, in 5 oder 10 Jahren? Welche Rolle will die Interne Kommunikation dabei spielen? Einsteigen und die Vorteile nutzen? Wie mit Risiken und “unerwünschten” Nebenwirkungen umgehen?
- Trend: Change Kommunikation etabliert sich zusehends. Die Begleitung von Veränderungsprozessen erfordert spezifische Kommunikationsformen und -stile jenseits der Routine. Das ist erkannt und wird weiter professionalisiert.
- Trend: Die international stark wachsende Employee Engagement-Community wird von Kommunikatoren entdeckt. Interaktive Kommunikationsformate face-to-face oder medial stecken dahinter: Wichtige interdisziplinäre Bausteine für Change Management, Mitarbeiterzufriedenheit, Orientierung in komplexen Situationen u.a.
- Trend: Die Konsequenz aus allem: Das ehemals zentrale Medium der Internen Kommunikation, die Mitarbeiterzeitung, verliert weiter an Bedeutung. Kostenintensiv, leider zu wenig gelesen, in der Aktualität den Onlinemedien einfach unterlegen.
Was meinen Sie: wo geht es hin? Sehen Sie noch andere Tendenzen? Auf jeden Fall eine spannende Zeit und interessante Entwicklungen, dia auf Gestalter warten. Wo sind die Pioniere unter Euch?
Nachtrag: Diese Entwicklungen werden aktuell auch an anderer Stelle thematisiert. In den letzten Tagen aufgefallen sind mir: